Rezension| Dämonenakademie - Die Inquisition: Band 2 -Taran Matharu

Juni 06, 2017


Die Dämonenakademie | Die Inquisition | Band 2 | Taran Matharu | 512 Seiten | Heyne Verlag 
übersetzt von Michael Pfingstl | erschienen am 22. Mai 2017
Print: 12,99 € Ebook: 9,99 €| Kaufen? Bei Amazon, beim Verlag

Was wäre die Welt nur ohne Fletcher und Ignatius? Dämon und Mensch, vereint im Kampf für die Gerechtigkeit.
Ein aussichtsloser Kampf, wie es scheint und doch mit so viel Tiefgang und Liebe zum Detail

An dieser Stelle sollte bitte, bitte keiner den Klappentext von Band 2 lesen, oder wenigstens nicht, bevor man anfängt, den Einstieg zu lesen. Es nimmt einem sonst die Spannung vorweg.

» Der Inhalt «

Auf Fletcher und seine Freunde an der Dämonenakademie wartet
eine ganz besondere Herausforderung: Die Schüler des Abschlussjahrgangs werden auf eine heikle Mission ins Reich der Orks geschickt – und das ganze Königreich schaut ihnen dabei zu. Ob Adelssohn oder Waisenjunge, ob Elf oder Zwerg, um ihren Auftrag erfolgreich zu Ende zu bringen müssen die künftigen Dämonenmagier erst einmal ihre eigenen Steitereien überwinden und lernen als Gruppe zusammenzuarbeiten. Doch in ihrer Mitte gibt es einen Verräter ...
Quelle: Random House

» Das Fazit «

Endlich kann ich es wieder sagen. Es gibt wieder eine Reihe, die mich mit ihren Teilen in den Bann zieht.
Die Dämonenakademie konnte mich auch in Band 2 mit ihrer Vielfältigkeit und Liebe zu Details voll und ganz in ihren Bann ziehen.
Zunächst möchte ich jedoch vorweg nehmen, dass man sich selbst leider den Spaß und vor allem die Spannung zu Beginn von Band 2 vorweg nimmt, sollte man den Klappentext gelesen haben. An dieser Stelle möchte ich also darauf plädieren, den Klappentext nicht zu lesen, ehe man nicht die ersten fünfzig Seiten geschafft hat, denn das Buch steigt mit einer Spannung ein, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte.
Besonders gelungen fand ich hier den Zeitsprung von ein oder zwei Jahren, ohne das der Leser das Gefühl hat, etwas verpasst zu haben.
Denn dort wo Band 1 endet, setzt Band 2, trotz der langen Zeit, nahtlos an und dafür danke ich Verlag und Autor. Gefühlt habe ich jetzt graue Haare und bin 80 Jahre alt, denn allein der Anfang sorgt dafür, dass man die Antagonisten noch mehr zu hassen lernt und innerlich für Fletcher kämpft. Allein dort saß ich mehrere Male und musste fassungslos mit ansehen, wie Ungerechtigkeiten die Runde machten.
Allein in diesem Moment erschien, wie auch im letzten Band, alles so aus der Realität gegriffen. Anschuldigungen, mit "angeblichen" Beweisen. Worte, die einem im Mund umgedreht wurden, das Ausspielen von Machtpositionen, alte und neue Bekannte. Alles innerhalb so kurzer Zeit, dass ich einfach unfassbar dankbar bin, diese Reihe entdeckt zu haben.
Der Autor versteht sich darin, alltägliche Probleme, Ungerechtigkeiten und Freundschaften so miteinander zu verweben, dass die fantastischen Elemente nur das Tüpfelchen auf dem i sind.
Auch in diesem Buch gibt es wieder Plottwists, die ich mir nicht hätte vorstellen können und das macht das ganze Buch so spannend. Der Leser weiß nicht, wo die Reise hinführt und hat man eine Idee, gibt es andere Figuren, die das Ruder herumreißen und man da sitzt, in einem Schiff auf offener See und hofft, bald auf das richtige Land zu treffen - genau das ist es, was ich bei Büchern suche.
Etwas, womit man nicht rechnet und genau das hat mir diese Reihe bis jetzt gegeben.
Besonders schön fand ich, dass Fletcher trotz des Zeitsprungs zwar erwachsender wird, aber nicht seinen Charme und seine Art verliert, die Welt und vor allem anderen Menschen und Wesen zu sehen.
Wir lernen auch hier wieder neue Dämonen und Charaktere kennen, die süß, wie vielfältig sind.
Außerdem taucht der Leser zusammen mit Fletcher immer weiter in die Vergangenheit ein, lernt mehr über die Kriege und Dämonen, verstrickt sich immer mehr in Dinge, von denen niemand geahnt hätte, dass es sie gibt und entdeckt dunkle Geheimnisse, die auch den Leser die Haare zu berge stehen lassen.
Und vor allem lehrt uns Fletcher auch hier wieder einiges.
Auf sein Bauchgefühl hören bringt immer die beste Entscheidung und sich vor allem für andere einzusetzen, die unterdrückt, oder misshandelt werden, kann neue Verbündete bringen, die man in gewissen Situationen sehr gut gebrauchen kann.
Er lehrt uns, dass stark sein bedeutet, auch mal Fehler zu machen und Entscheidungen treffen zu müssen, die nicht immer zum Wohle aller ausfallen.
Gerade hier merkt man, wie erwachsen Fletcher eigentlich geworden ist.

Alles in allem ein unfassbar gelungener Teil 2, der mühelos mit Band 1 mithalten kann und in einem Cliffhanger des Todes endet. Besonders mit diesem Ende hätte ich wirklich nicht gerechnet.
Super übrigens, dass ich bis Januar 2018 warten darf.... ganz super.
Gerade jetzt, wo es wieder ein mal noch spannender wurde, als ohnehin schon, denn das ganze Buch besteht förmlich nur aus Spannung, abfallen, Spannung, abfallen, Spannung....ENDE. Und das toppt in der Hinsicht Band 1 um Längen.
Trotz dessen geht in meinen Augen keineswegs die Handlung verloren, sondern steigert die Aufmerksamkeit des Lesers auf die kleinen Details im Buch, während der Geschichte.
Ich bin hin und weg und werde nun in der Ecke sitzen und auf Band 3 warten.
Diese Reihe ist mir sogar ein Reread wert, und das soll schon was heißen.

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