Blogger-Flauten und wie man sie umschifft...

April 08, 2016


Manchmal gibt es Momente im Blogger-Leben, in denen man an einer Weggabelung steht, 
da ist der Kopf leer und man weiß nicht worüber man bloggen soll.

Keine Ideen für Fotos, Texte oder interessante Bücher, weil man selbst kaum Zeit zum Lesen, 
oder gerade keine neuen Bücher gekauft hat, die man vorstellen könnte.
Zum Teil ist man vielleicht sogar selbst von seinen eigenen Texten genervt.
Doch gar nichts posten? Das ist ja auch irgendwie doof.



Momente wie diese kennt wohl jeder Blogger mal. Man sitzt vor dem PC und hatte man bis vor kurzem noch super Ideen, ist jetzt alles eine einzige Sandwüste.
(Da wünscht man sich manchmal, dass doch bitte die Post vorfahren und ein Buch abgeben würde, über das man schreiben kann.)
Alles erscheint auf ein Mal mittelmäßig oder uninteressant.
Aber alles hinwerfen- das kommt nicht in Frage. Man hat definitiv zu viel Zeit investiert, um jetzt einfach alles aufzugeben, auch wenn man sich genau das das eine oder andere Mal wünscht.

Nichts posten müssen, einfach nur das Leben genießen.
Denn, sind wir mal ehrlich, ist Bloggen inzwischen weitaus mehr als ein Hobby, das man zwei Mal die Woche ausübt.

Wie kann man einer solchen Blogger-Flaute entkommen?

Das Einfachste ist: Akzeptiert es, dass ihr einfach mal Zeit für euch braucht. Unter Druck setzten verschlimmert das Ganze nur oder man schreibt Dinge, die man später uninteressant oder sogar doof findet.

Macht eine Pause und genießt/tut Dinge, die euch Spaß machen. Meistens kommen dann die Ideen von ganz alleine zurück.
Auch euer Kopf braucht manchmal Ferien.

Vergleicht euch nicht zu viel mit Anderen.
Ich erwische mich immer wieder dabei, dass ich andere Blogger für ihre Texte, Fotos und Likes bewundere und mir denke: Da will ich auch hin.
Doch genau das sorgt dafür, dass man sich selbst den Druck aufbaut, den man gar nicht bräuchte.
Alles hat seine Zeit und nicht alles geht von heute auf morgen.

Manchmal erhält man nicht die Resonanz, die man erwartet oder sich erhofft hatte. Das ist leider manchmal so, denn Geschmäcker sind verschieden. Auch hier gilt: Seid nicht zu enttäuscht. Aufstehen, Krönchen richten und weitermachen. So lautet die Devise.

Lasst euch inspirieren. Guckt euch andere Blog an, lest Bücher, die euch gefallen, geht in die Buchhandlung, stöbert durch das Netz.
Meistens findet man dort genügend Dinge, die Einem gefallen oder ansprechen. Und wenn es ein Foto seiner schwarz/weißen Bücher ist, oder Texte mit Gedanken zu einem bestimmten Thema.
Es ist euer Blog und es sind eure Gedanken, die ihr dort teilt.
(Und ich meine INSPIRIEREN, nicht: KLAU UND LAUF.)

Redet mit anderen Bloggern.
Ihr werdet merken, ihr seid nicht allein. Das Banalste auf der Welt und es ist so einfach.
Denn zusammen findet man meistens neue Ideen. Schafft neues und inspiriert sich gegenseitig.

Es ist ok, nicht jeden Tag fünf Posts zu verfassen. Manchmal gibt es Tage, an denen man vielleicht auch nur ein Foto postet (oder halt gar nichts). Das ist ok.
Nicht jeder Tag läuft immer gleich ab und manchmal kommt halt etwas dazwischen.

Lasst euch von negativen Kommentaren nicht runterziehen.
Die wird es immer geben, wie im realen Leben auch. Das Internet macht viele Menschen nur mutiger, gemeiner zu sein.
Und merkt euch, nicht jeder kann den gleichen Geschmack haben.
Was mir gefällt, muss Anderen nicht genauso gut gefallen. Seid nicht zu selbstkritisch, auch wenn ihr selbst eure größten Kritiker seid. 
Man kann es (leider) nicht allen Menschen recht machen.
Meinungsverschiedenheiten sind bei einer großen Masse an Menschen immer vorprogrammiert.

Gibt es DAS Mittel, um Blogger-Flauten vorzubeugen?

Eher nein.
Ich denke, das A und O ist, sich selbst nicht unter Druck zu setzen und immer besser sein zu wollen, als Andere. Manchmal muss man auch Anderen ihren Erfolg gönnen (sagte der Widder), aber nur manchmal. 
Je mehr Druck man sich selber macht, umso eher rutscht man in eine Flaute.

Ganz lässt sich das Ganze nie vermeiden. Irgendwann wird immer der Punkt kommen, an dem man denkt, dass das Internet und Facebook und Co. viel zu viel Zeit in Anspruch nimmt.
Der Punkt, an dem man sich fragt, warum man das macht und wieso man nicht einfach aufhört.
Weil es ein Teil des eigenen Lebens geworden ist.
Ein Teil seines "Seins".
Wie viel Liebe und Zeit man investiert hat und das es dementsprechend zu schade ist, alles wegzuwerfen.

Doch was tun? Das ist die Frage.

Am einfachsten ist es Ideen, die man hat, erstmal aufzuschreiben.
Die reifen dann im Kopf aus und schwupp, mit einem Mal weiß man genau, was man will.
Diese Ideen sind vor allem dann gut, wenn man im Stress ist oder tiiief in einer Flaute steckt, aber UNBEDINGT etwas posten möchte.
(YouTuber machen das nicht anders :) )

Wichtig ist zum Abschluss auch, dass das Bloggen niemals als MUSS gesehen werden sollte. Jeder verzeiht das, wenn man Privat oder Beruflich viel um die Ohren hat und dementsprechend nicht auch noch den Kopf frei, zum bloggen.
Es ist ja immerhin nicht der Hauptjob, den Content unter die Mitmenschen zu bringen, sondern euer privates und berufliches Leben zu leben.

Zwingt euch also nicht zum bloggen. Jeder eurer Mitmenschen versteht diese Misere.
Und wer sagt, der kennt das nicht, der lügt (oooder hat erst angefangen zu bloggen...).


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4 Kommentare

  1. Hallo Anna,
    so, nun folge ich dir hier auch noch :D
    Und ja mit den Flauten hast du recht, die hat jeder mal, oder es gibt auch mal Tage wo man einfach keine Lust hat.
    Lass dir hiermit mal liebe Grüße da ..
    LG Yvonne

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  2. Hallo Anna

    Ich hab grad deinen Blog entdeckt und ein bisschen gestöbert. Zum Thema Bloggerflaute. Ja, das kenn ich, und welcher Blogger kennt das nicht... Wobei ich das selbst nicht so tragisch sehe. Wie du schon geschrieben hast, es gibt für alles im Leben seine Zeit. Mal steht das Bloggen im Vordergrund und mal etwas anderes und alles davon hat seine Berechtigung. Wie langweilig wäre das Leben, wenn ich mich ausschließlich aufs Bloggen konzentrieren würde und alles andere in den Hintergrund rücken würde...

    Wenn ich Lust habe zu bloggen, dann nehm ich mir die Zeit dafür und dann kommen die Ideen von ganz alleine. Und dann gibt es Zeiten, da ist mir so überhaupt nicht danach und das ist dann einfach so. Dann jammer ich aber nicht darüber, dass das Bloggen gerade zu kurz kommt sondern freu mich über das womit ich mich gerade beschäftige und genieße es und wenn ich dann wieder Lust zu bloggen verspüre geht es damit weiter :) Eigentlich ganz einfach. Wir sollten nur aufhören uns selbst ständig so einen Druck zu machen. Du hast jetzt übrigens eine Leserin mehr ;) grins.

    Wünsch dir eine schöne Woche und lass dir ganz liebe Grüße hier

    Sandra von http://www.sandraskreativelesezeit.blogspot.com

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    1. JA, du hast es genau auf den Punkt gebracht *-*

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  3. Du hast sooo recht. <3

    LG, Nicci

    https://trallafittibooks.wordpress.com/

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