Autoreninterview: Alice J. Stone

Januar 05, 2016

Interview und Kurzvorstellung von Alice J. Stone, Autorin von "Blutsbande".

Alice wurde 1987 in Berlin geboren und ist auch dort aufgewachens. Im Dezember 2015, vor nicht allzu langer Zeit, hat sie ihren Debüt-Roman "Blutsbande" veröffentlicht. Schrieb auch bereits davor schon unter anderem Gedichte oder Rollenspiel- Plotings (ach, an so was erinnere ich mich, als sei es erst gestern gewesen).
Nicht nur in der Schreibwelt aktiv, macht sie auch Facebook und die Internet Welt unsicher. Wer mehr über sie erfahren möchte, klicke sich einfach durch die unten stehenden Link :)

Kommen wir nun zum Inhalt des Buches und dem Interview:

Der Inhalt:

"Tristan Baker wohnt in einer Kleinstadt. Er ist ein normaler 19-Jähriger und schon sein ganzes Leben unglücklich in Robin verliebt. Zumindest war er das! Seit einigen Wochen gerät sein ruhiges Leben jedoch komplett aus den Fugen. Nicht nur, dass sein Körper sich auf geheimnisvolle Weise verändert, auch seine Freunde benehmen sich immer merkwürdiger. Als eine Fremde in sein Leben tritt, ändert sich plötzlich alles. Es kommt zum Streit mit seinen Freunden und die Welt, die er kannte, gibt es nicht mehr. Tristan gelangt zwischen die Fronten eines Krieges, der seit Jahrhunderten tobt. Ein Krieg zwischen Vampiren und Werwölfen. Grausam, doch vor den Menschen versteckt und von biblischem Ausmaß. 

Blutsbande ist der erste Band der Trilogie „Geliebtes Blut“."
Quelle: Amazon
1) Erzähle uns doch kurz etwas von dir.

Hallo, ich bin Alice und schreibe unter dem Pseudonym Ally J. Stone meine Fantasybücher. Ich bin gelernte Kauffrau für Speditions- und Logistikdienstleistungen und habe dann in den Marketingsektor gewechselt. Fernziel ist es aber, von meinen Büchern und eigenen Projekten als Selbstständige leben zu können. Die ersten Schritte habe ich mit der Anmeldung meiner Nebenselbstständigkeit, den ersten Textkunden (u.a. Ghostwriting) und der Veröffentlichung meines Debutromans „Blutsbande“ in diesem Jahr gemacht. Neben dem Schreiben treibe ich gern Fitnessport, quatsche mit Freunden und bin süchtig nach Joghurt von Wonderpots.


2) Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Eigentlich träume ich vom Schreiben, seit ich mich zurück erinnern kann. Ich weiß noch, wie ich mich als Kind eines morgens in der Weihnachtszeit einfach hinsetzte, und Weihnachtsgedichte schrieb. Dann tappste ich zu meiner Mutter ins Schlafzimmer und weckte sie, um sie ihr ganz stolz vorzulesen. Sie war begeistert. :D
Über die Jahre habe ich immer wieder angefangen, aber nie etwas beendet. Es gab Gedichte, Kurztexte, Songtexte, Buchideen und und und. Ganz konkret mit dem Schreiben habe ich dann angefangen, als ich mich 2013 für ein Fernstudium zur Autorin entschlossen hab. Ich wollte es endlich professionell angehen, weil ich ja mal davon leben will. Aus dem Studium heraus entstand dann mein Ratgeber-Roman-Hybrid „2 Jahre, für immer“, den ich 2014 unter meinem richtigen Namen veröffentlicht hab. Anschließend habe ich mich an meinen Roman gesetzt und jetzt 2015 ist er da.


3)   Wie ist das Gefühl, sein Baby in den Händen halten zu können?

Ziemlich unrealistisch. Schließlich habe ich fast mein ganzes Leben lang davon geträumt. Ein Lebenstraum begleitet uns ja ständig und ist eigentlich immer dieses diffuse „irgendwann mal“. Es ist zuverlässig, diesen Traum zu haben, weil er immer da ist und uns eben immer träumen lässt. Aber jetzt ist der Traum weg, weil ich es tatsächlich in der Hand halte. Ich könnte lachen und heulen zugleich und kann es kaum erwarten, den nächsten Band der Trilogie (Schattenwolf, erscheint im Frühjahr 2016) fertig zu stellen. Es ist einfach ungewohnt, wirklich anzupacken und mir meine Träume auch zu erfüllen. Aber durchaus etwas, an das ich mich gern gewöhnen werde.


4)   Worum geht es in deinem Debüt? Und wen möchtest du vor allem damit erreichen?

Es geht um den 19-jährigen Tristan. Seit ein paar Wochen geht es ihm nicht sonderlich gut, weil sich sein Körper verändert, ohne dass es sich irgendjemand erklären kann. Außerdem werden seine Freunde immer merkwürdiger (noch mehr als eh schon) und schließlich taucht eine Fremde in der Stadt auf, zu der er sich sofort hingezogen fühlt. Alle anderen scheinen sie aber regelrecht zu hassen und er versteht nicht, wieso. Es geht im ersten Band also um die Beziehungen der Figuren zueinander, Tristan muss herausfinden, wer er wirklich ist, was richtig und was falsch ist (schließlich hat er eine Freundin, fühlt sich aber zu der Neuen hingezogen), ob er seinen Freunden vertrauen kann oder doch nicht und am Ende muss er eine wichtige Entscheidung für sich und sein weiteres Leben treffen.


5)   Liest du vorwiegend in dem Genre, in dem du selber schreibst? Oder ist es komplett gegensätzlich?

Ich lese sehr gern in dem Genre Fantasy. Im letzten Jahr bin ich leider nicht mehr so sehr dazu gekommen, da ich mich hauptsächlich auf Bücher zur persönlichen Weiterentwicklung gestürzt hab, um mich nicht nur als Autorin, sondern auch als Mensch zu verbessern und mich gut auf die angestrebte Selbstständigkeit vorzubereiten, aber ich sag mal so: Black Dagger geht immer. :D


6) Wie sieht es mit weiteren Büchern deinerseits aus? Schreibst du schon wieder? Oder genießt du erst mal das Gefühl?

Ich habe während der Veröffentlichung von Blutsbande (die sich hinzog, das erste Buch war echt ein Weg aus tausend Stolpersteinen) am NaNoWriMo teilgenommen und gleich noch über 50.000 Wörter für Schattenwolf hinterher geschoben. Der zweite Band soll spätestens Anfang April 2016 rauskommen. Außerdem plotte ich bereits an einer Buchserie über Dämonen herum. Ich genieße das Gefühl, aber ich kann die Finger nicht von der Tastatur lassen. Momentan genieße ich wirklich alles daran, Selfpublisherin zu sein. Das Plotten, das Schreiben, das Lektorat mit meiner wunderbaren Lektorin, das Designen der Cover mit meinem tollen Designerteam und inzwischen auch das Formatieren, nachdem ich gecheckt habe wie es geht. Und nicht zuletzt natürlich das aktive Bewerben meines Buches. Ich liebe meine Geschichte und die Figuren, daher spreche ich mit Begeisterung über sie. Ich hab sogar einen Newsletter aufgesetzt, in dem ich einen kostenlosen „Newsletter-Roman“ anbiete. Jeden Monat wird ein neues Kapitel veröffentlicht und das Passwort nebst Infos zu meinen aktuellen Projekten an die Abonnenten versendet.

7)  Hättest du jemals gedacht, dass du ein Buch veröffentlichen würdest?

Ja. Ich habe es immer vorgehabt und immer ganz fest daran geglaubt. Erst recht, als ich dann auch endlich anfing mich zu bewegen und es wirklich durch zu ziehen.

8)  Was würdest du anderen raten, die vielleicht auch gerade ein Buch schreiben?

Ich würde Anfängern 3 Dinge raten:
1. Mach dir klar, dass es viel Arbeit ist, aber schrecke nicht davor zurück.
Ein Buch zu schreiben und zu veröffentlichen, erst recht als Selfpublisher, ist ein Haufen Arbeit. Aber du kannst sie schaffen, wenn du einfach mit dem ersten Schritt anfängst und dich dann konsequent durch alle Schritte durcharbeitest. Du wirst so unglaublich viel lernen, du wirst Fehler machen und du musst viele viele Stunden Arbeit hinein stecken. Daher Punkt 2:

2. Schreibe über etwas, das dich begeistert
Du musst deine Geschichte und deine Figuren wirklich abgöttisch lieben. Es muss dein innerster Wunsch sein, sie und ihre Geschichte in die Welt zu tragen. Wenn du nur halbherzig dabei bist, wirst du irgendwann aufgeben. Aber wenn du deine Figuren und ihre Story so genial findest, dass du willst, dass auch andere sie entdecken, wirst du die Kraft finden, dich durch zu kämpfen.

3. Verbinde dich mit anderen Autoren
Keine Angst, wenn du Neuling oder Anfänger bist. Das waren wir alle mal. Such dir Blogs von Autoren, oder Autorengruppen auf Facebook. Trau dich, Fragen zu stellen und lass dich nicht verschrecken, sollte mal einer genervt oder harsch antworten. Es gibt solche und solche. Ich für meinen Teil habe ein paar sehr nette und tolle Autorinnen kennen gelernt, mit denen ich mich regelmäßig über Sorgen und Nöte austausche. Höre anderen Autoren zu, auch dadurch lernst du und kannst sie vielleicht auch mit deiner eigenen Sichtweise unterstützen. Später wirst du merken, dass du gern Anfängern dabei hilfst, wenn sie wirklich interessiert sind. Und spätestens dann wirst du merken: Nein, du nervst niemanden nur weil du ein Anfänger bist. Dir wird wirklich gern geholfen, wenn du tatsächlich begeistert bist und dein Buch schreiben möchtest.


9) Dein größter Fan und Kritiker?

Momentan denke ich meine Mutter (bin ja noch recht unbekannt). Sie ist mega stolz auf mich und drängelte schon die ganze Zeit, dass ich hinne machen soll, damit sie lesen kann. Erste Rückmeldung: Gefällt mir, genau mein Stil!

Zweite Rückmeldung: Deine Formatierung ist blöd. :D

Da hat sie recht, die werde ich definitiv nach den Feiertagen nochmal ändern und eine neue Printversion hochladen. Denn Achtung Jungautoren: Japp, ihr werdet Fehler machen und das erste Buch wird nicht perfekt sein. Aber sowas könnt ihr beheben, also immer locker bleiben.




10)  Deine größten Inspirationsquellen?

Musik, Bilder und mein Kopfkino. Ich nehme mir gern meine Figuren vor Augen und lasse sie dann einfach in meinen Gedanken umher wandern. Dabei formen sich Situationen und Szenen und ganz oft auch fehlende Verknüpfungen oder geniale Ideen. Das ist dann immer der Moment, an dem ich mitten in der Bahn hastig mein Notizbuch rauskrame, oder nachts aus dem Bett springe, um die Szene stichpunktartig aufzuschreiben.


11) 1-Word-Challenge!

Schnee oder Regen?
Schnee (mag aber beides)
Tag oder Nacht?
Nacht
Buch oder Ebook?
Buch <3
Katze oder Hund?
Hund
Wald oder Stadt?
Wald
Hardcover oder Taschenbuch?
Taschenbuch


12)  Dein Wunsch für die Zukunft? Oder: Was möchtest du noch sagen? 

Ich wünsche mir natürlich sehr, dass meine Leser meine Jungs und Mädels genauso lieben und schätzen, wie ich es tue. Dass ich euch mit meinen Büchern ein paar tolle Stunden schenken kann und noch viele viele Bücher schreiben werde. Natürlich wünsche ich mir, davon leben zu können, um wirklich frei als Autorin leben zu können. Nicht mehr an einen 9-5 Schreibtischjob gekettet zu sein, wenn ich eigentlich lieber meine Bücher schreiben oder vermarkten möchte. Ich wünsche mir, mit meinen Geschichten zum Nachdenken anzuregen (besonders in Schattenwolf kommen einige ältere Figuren dazu, die dann auch einen größeren Überblick haben und ein paar philosophische Fragen aufwerfen). Mein Ziel ist es, Welten und Geschichten zu schaffen, die die Leser lieben und in die sie sich für eine bestimmte Zeit immer wieder zurück ziehen können.


Schreiben ist für mich Magie. Ich kann mit Worten Bilder, Lebewesen und Geschichten in den Köpfen anderer Menschen entstehen lassen. Ich kann mit Worten zum Nachdenken, zum Träumen anregen, ich kann motivieren, ich kann Schönes und Erschreckendes aufzeigen. Fantasie ist eine unglaublich tolle und wichtige Eigenschaft eines jeden Menschen. Und ich bin sehr glücklich darüber, in der Lage zu sein, meine Fantasie in Worte zu fassen und sie mit anderen Menschen zu teilen. Gemeinsam können wir in tausend Welten eintauchen und viele unterschiedliche Leben miterleben. Der Leser kann sich selbst in meine Geschichten mit hinein träumen und eigene Abenteuer erleben. Zurück bleibt immer ein geheimnisvolles Lächeln und die Erinnerung an eine fantastische Zeit. Und um mit Dumbledores Worten abzuschließen: „Natürlich ist es dann nur in deinem Kopf passiert. Aber ist es deswegen weniger real?“

Danke liebe Alice ♥ Für dieses wunderbare Interview



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